Kleine Handreichung:

Stellen Sie sich folgende Fragen, die im Idealfalle alle mit „Ja“ zu beantworten sein sollen!

Eine einfache Check-Liste

Würde Euer Direktor eLSA unterstützen?
Gibt es (für das 1. Jahr) eine Kernklasse, deren Schüler gerne eLSA Klasse wären?
Ist der Großteil der Schüler auch zu Hause auch mit Pc und Internet ausgestattet, bzw. haben die Schüler, die zu Hause keinen Internetzugang haben, die Möglichkeit bei einem Freund oder in der Schule gelegentlich selbständig online zu arbeiten?
Sind die Kinder e-Fit bzw. hatten sie schon IKT Einführung oder könnten sie das im Laufe dieses Schuljahres als unverbindliche Übung vermittelt bekommen?
Wären die Eltern mit eLSA für ihre Kinder einverstanden?
Gibt es ein Lehrerklassenteam, dass einmal im Jahr dieser Klasse in jedem Fach eine e-Learning Sequenz bieten könnte?
Wären diese Lehrer für Fortbildung in diesem Bereich empfänglich?
Können diese Lehrer gelegentlich im Team arbeiten?
Sind sie für gelegentliche eLSA-Teamsitzungen zu haben?
Kann sich aus diesem Team eine eLSA Steuergruppe entwickeln und wer wird eLSA Koordinator für diese Schule (Koordiniert Fortbildung, Sitzungen, Plattformzugänge, Budget, Schulungen, Kontakt mit dem eLSA Bundeslandkoordinator aufnehmen!, eLSA Tagungen usw.)?
Steht der ganze Lehrkörper e-Leanring positiv gegenüber und kann auch schrittweise darin geschult werden?
Ist die PV einverstanden?
Nimmt der SGA den Vorschlag positiv auf ( Beschluss wäre sehr günstig, das Projekt dauert doch drei Jahre und involviert die gesamte Unterstufe)?
Ist der Informatikkustos kooperativ und
ist der EDV-Saal auch gelegentlich für diese Klasse zu haben. (Ideal… Geld in eineKlassenausstattung stecken für ein paar EDV-Inseln)?

Was MR Mag. Helmut Stemmer zu bedenken gibt:

Wichtig für die Schulen ist, dass sie wissen,
dass es sich um eine etwa dreijährige Umstellungsphase handelt,
dass erwartet wird, dass sie aktiv in ein Netzwerk (Bundesland und österreichweit)hineinarbeiten
dass sie offen sind für Evaluationen, gemeinsame Projektinitiativen und Problemfelder, etc.
das entsprechende Öffentlichkeitsarbeit für sich und das Gesamtprojekt zu leisten ist
dass der gesamte Lehrkörper gefordert ist und ein geeignetes Weiterbildungskonzept entwickelt wird
dass die Informatiker offene Ohren für die Wünsche ihrer Kolleg/innen haben
dass die Nichtinformatiker ausreichend Zugang zu den Computern haben
dass die Geldmittel auch für Internetanbindung in den Klassenräumen verwendet werden kann
dass eine gemeinsame Lernplattform verwendet wird
dass der Direktion bewusst ist, dass sie aktiv im Prozess beteiligt sein muss und nicht nur delegier
dass dieses Projekt wirklich vorrangig behandelt wird
dass eine Steuergruppe, in der vor allem auch NichtInformatiker drinnen sitzen, notwendig ist.
dass die Aktivitäten auf it-projekte.schule.at mitdokumentiert werden, um den Überblick "was passiert wo" für alle zu ermöglichen

Der professionelle Weg (Prof. Weiser: Tipps aus der Evaluation)

Ausführliche Information aller LehrerInnen einer Schule über Projektablauf,Teilnahmebedingungen, Chancen und Möglichkeiten
Präsentation von positiven Erfahrungen und best practice Beispielen aus Vorgängerprojekten
Diskussionsphase an der Schule mit ausreichenden Möglichkeiten für alle Beteiligten (auch der Schüler- und SchülerInnen), sowohl Wünsche und Hoffnungen als auch Bedenken und Befürchtungen zum Projekt einzubringen.
Transparente „Ausschreibung“ von Rollen und Funktionen im Projekt (Steuerungsgruppe, TeamleiterInnen etc.)

Bestandserhebung von Entwicklungsstand und Strukturen im Hinblick auf Schulentwicklung:
Gibt es einen gesteuerten laufenden Schulentwicklungsprozess mit entsprechendenStrukturen (Steuergruppe, Projektteams, Vernetzungsstrukturen etc.)?
Welche Erfahrungen in der Durchführung von gemeinsamen Entwicklungsprojekten mit hohem Beteiligungsgrad wurden bereits gemacht?
Entwicklungsstand in Bezug auf Austausch von Unterrichtsmaterialien: Findet ein regelmäßiger Austausch statt? Ist er informell-freundschaftlich oder gibt es bereits organisierte Austauschsysteme? (Ziel 2)
Überprüfung von Bestand und Funktionsfähigkeit der Fachgruppen und vor allem der Klassenlehrerteams? (Ziel 3)
Gibt es ein Schulprogramm? Beinhaltet das Schulprogramm Aussagen über Qualitätsstandards von Unterricht und didaktische Konzepte?
Gibt es außer dem Schulprogramm andere Einigungen oder Festschreibungen auf gemeinsame didaktische Konzepte oder Zielrichtungen?
Welchen Stellenwert hat IKT bereits jetzt im Schulprogramm bzw. Schulprofil und im pädagogischen Alltag? (Ziel 5)
Welche Unterrichtsformen und Lernparadigmen sind an dieser Schule vorherrschend?

Die Bestandserhebung sollte innerhalb der Startphase unter externer Begleitung an der Schule durchgeführt und ausgewertet werden. TIPP: Um externe Begleitung für die Startphase könnte man sich an den BUNDESLANDKOORDINATOR wenden. Aus Erfahrung wissen wir, dass dieser im Lehrkörper eher akzeptiert wird als eine „völlig fremde, außen stehende Person“. (Außerdem könnte das auch als „budgetschonender“ erweisen!) Aufgrund dieser Bestandserhebung kann in Zukunft eine wesentlich zielgerichtetere Steuerung der Projektmittel vor allem in den Bereichen Schulung und Entwicklungsunterstützung erfolgen.

Zieltransfer und Zielentwicklung:
Noch vor der Entscheidung über die Projektteilnahme werden mit den Verantwortlichen an der Schule unter möglichst hoher Beteiligung der gesamten Lehrerschaft und der Schüler die Projektziele auf der Basis der Ergebnisse der Bestandserhebung auf die spezielle Schule transferiert. In einem dialogischen Prozess werden dabei die Unterstützungsangebote der Projektleitung an die Schule konkretisiert und festgelegt.

Entscheidung für das Projekt auf der Basis individualisierter Projektziele:
Der Vertrag über die Teilnahme am Projekt wird zwischen Schule und Projektleitung auf der Basis individualisierter Zielformulierung getroffen. Die Teilnahme am Projekt ist an einen vorher festgelegten Grad an Zustimmung im Lehrerkollegium gebunden.

Innovations- und Entwicklungsforum:
In diesem Forum werden gemeinsam mit extern Experten die spezifischen Möglichkeiten der IKT für Schul- und Unterrichtsentwicklung spezielle für die eigene Schule erarbeitet.
Chancen des radikal anwendungsorientierten Lernens durch systematische Nutzung der Schülerkompetenzen im IKT-Bereich: Schulung von Lehrern durch Schüler, IKTTutorensysteme von älteren Schülern für jüngere, schulische IKT-Tutoren für Lehrer.
Aufbau von Systemen des Wissenstransfers innerhalb des Kollegiums (nicht auf IKTUnterrichtsmodelle beschränkt)
Einleitung eines grundlegenden didaktischen Diskurses unter spezieller Berücksichtigung der Möglichkeiten der IKT
Erstellung von Qualitätskriterien auf der Basis erprobter Qualitätsmodelle für Unterrichtssequenzen

 

Was ist zu tun, um die eigene Schule anzumelden :
Wenden Sie sich an Ihre/n Landeskoordinator/in 

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