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13.06.2016 10:31 Alter: 1 year

NMS Schattendorf: Gemeinsam haben wir es geschafft: Wir sind zertfizierte eLSA-Schule!


Gemeinsam haben wir es geschafft!

Am 3. Juni 2016 wurde die NMS Schattendorf mit dem elSA-Zertifikat ausgezeichnet. Die Verleihung des Zertifikats wurde von den Lehrern und Schülern gemeinsam in festlichem Rahmen gestaltet.
Die Urkunde wurde durch den Präsidenten des Landesschulrates Mag. Heinz Josef Zitz und durch den eLSA-Koordinator Mag. Walter Hermann an die Direktorin Lydia Resch und an die eLearning-Koordinatorin Silvia Haiden übergeben.

Nach Wochen voller Tatendrang fand am 3. Juni 2016 die eLSA Zertifizierung der NMS Schattendorf statt. Der fachkundigen Jury wurde ein Einblick in eine lange und intensive Arbeitsphase des gesamten Schulteams geboten: der Festakt im Turnsaal eröffnete die Feierlichkeiten, im Anschluss daran erfolgten die Klassenbesuche. Die Gäste erhielten von Schülerinnen und Schülern der NMS Schattendorf vorab wichtige Informationen zu den einzelnen Projekten, danach wurden sie zu den jeweiligen Stationen geführt.

An der NMS Schattendorf begrüßten wir folgende Gäste: Landesschulinspektor Erwin Deutsch, Landesschulinspektor DI Thomas Schober, eLSA Bundeskoordinatorin Helene Swaton, Präsident des Landesschulrates Mag. Heinz Zitz, Pflichtschulinspektorin Mag. Michaela Seidl, E-Learning Koordinator OSR Konrad Unger, eLSA Landeskoordinator Mag. Walter Hermann und die Hauptverantwortliche für das LMS Verena Pickem. Unter anderem wurde mit großer Freude festgestellt, dass sich auch ehemalige Kollegen und Kolleginnen, sowie der frühere Schulleiter OSR Karl Bauer, unter den Gästen befanden.

Mit dem Festakt wurde nicht nur die Zertifizierung zur eLSA Schule vorgenommen, sondern dieser diente gleichzeitig der Eröffnung der dreitägigen Feierlichkeiten zum 50-Jahr-Jubiläum der NMS Schattendorf. Der Schulchor umrahmte musikalisch die Zeitreise mit dem Song „What’s going on?“. Im Anschluss daran folgten sehr unterhaltsame Sketches, die von den Anfangsschwierigkeiten im Umgang mit dem Computer erzählten.

In zehn unterschiedlichen Stationen konnte sich die Jury einen Überblick über das fächer- und teamübergreifende Arbeiten verschaffen. Jedes Projekt verlangte intensive Auseinandersetzungen mit den Themen und den digitalen Medien. Hier ein paar Einblicke von den Arbeiten der einzelnen Klassen: Stopmotion-Videos zu verschiedenen Buchszenen der Klassenlektüre „Trash“, Nachbauen von Gebäuden aus dem Buch mittels Minecraft, Konstruieren mit Geogebra, „Check dein Wissen“ mithilfe von QR-Codes, Filmprojekte wie Erstellen eines Werbefilms und die Geschichte Schattendorfs. Professionell aufbereitet und in einem E-Book auf der Lernplattform LMS wurde die Geschichte Schattendorfs bearbeitet und präsentiert.

Die iPad-Klasse „Greenapples“ der NMS Schattendorf gab einen Einblick in den Ablauf eines Sole-Tages. „Sole“ steht für selbstständiges, offenes Lernen. Dieses Unterrichtskonzept wurde im Vorjahr von dem Lehrerteam der NNS Schattendorf in Eigenregie erarbeitet und wird zurzeit wöchentlich in das Unterrichtsgeschehen eingebunden. Es bietet hervorragende Möglichkeiten, digitale Medien im Unterricht einzusetzen und verschiedene Themen entsprechend aufzubereiten.

Sehr treffend beschrieb eLSA-Bundeskoordinatorin Helene Swaton ihre Eindrücke über die gezeigten Präsentationen:

Lesekompetenz ist an allen Schulen Schwerpunkt, aber die Gestaltung eines Portfolios zum Buch „Trash“ mit fingierten Interviews, Wordle, einer Senkrechtgeschichte, selbst erstellten Rätseln, fingierten Tagebucheinträgen, Recherchen zu Personen und Orten hat mich als Deutschlehrerin begeistert.

Als Genussmensch ließ ich mir natürlich die Kostproben in der Schulküche besonders schmecken. Die Rezepte hatten die Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen selbst zusammengetragen, ausprobiert und in einem Kochbuch veröffentlicht. Hier fand Lernen wirklich mit allen Sinnen statt.“

Der Vorteil einer kleinen Schule ist die familiäre Umgebung, die unsere Schüler und Schülerinnen schätzen. Vorhaben und Projekte in der Größenordnung eines eLSA Projektes können nur funktionieren, wenn alle Kräfte, die in einer Schule wirken, zusammenhelfen und sich gegenseitig unterstützen. Dies bedeutete für uns als kleine Schule natürlich einen gewissen Mehraufwand: jede Schülerin und jeder Schüler, jede Lehrerin und jeder Lehrer hat seinen persönlichen und nach seinem Ermessen möglichen Beitrag geleistet.

Mit Spannung erwarteten wir die Verkündung des Juryergebnisses, welches Helene Swaton mit folgenden Worten kommentierte: „Die Nutzung des Computers, Tablets, Smartphones war jeweils in ein pädagogisches Konzept eingebunden, welches von den Schülerinnen und Schülern voll Begeisterung präsentiert wurde.“

Es war schön zu hören, dass wir sehr gute Arbeit in den Klassen geleistet haben, aber noch schöner war es zu hören, dass wir unseren Gästen Ideen und Umsetzungsvorschläge mitgeben konnten.



Das komplette Lehrerteam ist stolz, dass wir das eLSA Zertifikat erhalten haben, da es eine Auszeichnung für unsere gelungene Arbeit darstellt.

Hier geht es zum Fotoalbum >>>.

 

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Ein Bericht von eLSA-Bundeskoordinatorin Helene Swaton:

Die Zertifizierung der NMS Schattendorf am 3. Juni 2016 wird mir wohl ewig in Erinnerung bleiben, führte mein Weg dorthin doch zu einer unfreiwilligen Rundfahrt durch das benachbarte Ungarn- natürlich ohne Reisepass. Ich kann gar nicht sagen, wie froh ich war, endlich zwei junge österreichische Grenzsoldaten zu erblicken, die mir auf meine verzweifelte Frage die freundliche Antwort gaben: „Sie sind bereits in Schattendorf!“ Nachträglich versicherte mir den Postenkommandant, er hätte mich im Zweifelsfall bei den ungarischen Kollegen ausgelöst.

Wie man sieht, sind meine digitalen Kompetenzen im Umgang mit Onlinemaps noch ausbaufähig.

Umso beeindruckender waren die Leistungen der Schülerinnen und Schüler beim Rundgang durch die einzelnen Klassen.

Die Nutzung des Computers, Tablets, Smartphones war jeweils in ein pädagogisches Konzept eingebunden, welches von den Schülerinnen und Schülern voll Begeisterung präsentiert wurde.

Lesekompetenz ist an allen Schulen Schwerpunkt, aber die Gestaltung eines Portfolios zum Buch „Trash““mit fingierten Interviews, Wordle, einer Senkrechtgeschichte, selbst erstellten Rätseln, fingierten Tagebucheinträgen, Recherchen zu Personen und Orten hat mich als Deutschlehrerin begeistert.
Die „GRENAPPLES“  der IPad Klasse führten offenes Lernen an unterschiedliche Themen vor und beeindruckten mit dem, was sie in einem Schuljahr schon an Kompetenzen erworben hatten.

Als Genussmensch ließ ich mir natürlich die Kostproben in der Schulküche besonders schmecken. Die Rezepte hatten die Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen selbst zusammengetragen, ausprobiert und  in einem Kochbuch veröffentlicht.
Hier fand Lernen wirklich mit allen Sinnen statt.

Nicht weniger beeindruckend war das Projekt „Vom Ei zum Huhn“. Dazu wurde in der Schule ein Brutapparat aufgestellt und das Schlüpfen der Küken fotografisch festgehalten und danach in einem selbst erstellten Kurzvideo dokumentiert.

Wie lebendig Geschichtsunterricht sein kann, erlebten wir beim Erstellen der Videos zum Thema „Schattendorf im Wandel der Zeit“. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich bis dahin nichts über die „Schüsse von Schattendorf“ und deren politische Auswirkungen wusste- wieder etwas dazu gelernt.

Außerdem arbeiteten einige Schüler/innen an eBooks zu Schattendorf. Auf meine Bitte hin, präsentierte mir ein Mädchen, wie sie eine neue Seite einfügt, das Thema und Text eingibt sowie passende lizenzfreie Bilder findet und integriert. Meine Nachfrage ergab: Es war ihr erstes eBook. Ich wünschte mir, manche meiner Kolleg/innen wären so schnell im Lernen. Oder liegt es an der einfache Bedienung von LMS?

Wie DigiKomp Beispiele umgesetzt werden, erlebten wir bei der Erstellung von Bildern im Stil von Arcimboldo. Kreativität ist ein wichtiger Bestandteil des Unterrichts in der NMS Schattendorf..

Das digital Geräte auch den Turnunterricht bereichern können, zeigten einige Schüler durch die Analyse von Aufnahmen mehrerer Weitsprungversuche. Welche Bewegungsabläufe sind gut gelungen? Wo gibt es Verbesserungspotential?

Lego Mindstorm wird im Werkunterricht in Schattendorf seit Jahren genutzt. Ich durfte erleben, wie Schülerinnen du Schüler nach eigenen Ideen kleine Roboter zusammenbauten und diese dann auch programmierten. Alles, was ich mir wünschte (Bewegung, Abspielen von Sounds, Erkennen von Hindernissen) wurde prompt umgesetzt.

Bei den ausgehängten QR Codes durfte ich mein Wissen im Bereich IT Security testen.

Dass alles in ein großes Fest eingebettet war, immerhin feierte die NMS Schattendorf 50jähriges Bestehen- muss im Burgenland nicht extra erwähnt werden.

Wie immer waren nicht nur der amtsführender Präsident Mag. Heinz Josef Zitz und zahlreiche Vertreter/innen des Landesschulrates, des Bildungsservers und der PH Burgenland  anwesend, sondern auch all wichtigen Persönlichkeiten der Gemeinde Schattendorf- angeführt vom Bürgermeister Johann Lotter.

Zu dieser gelungenen Zertifizierung gratuliere ich von ganzem Herzen der Direktorin Lydia Resch, dem engagierten Lehrer/innenteam und allen Schülerinnen du Schülern der NMS Schattendorf.