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13.06.2014 10:03 Alter: 4 yrs

eLSA-Zertifikat für die NMS Radenthein


Der 12. Juni 2014 war für die NMS Radenthein ein besonderer Tag. Als dritte Kärntner NMS nach Spittal und Ferlach darf sich diese Schule im Herzen Kärntens als eLSA-zertifizierte Schule bezeichnen. Vor allem in den letzten 5 Jahren gab es nicht zuletzt durch eine engagierte Schulleiterin und ein beherztes Kollegenteam große Fortschritte. Dies hat die Schule dazu bewogen, das eLSA-Zertifikat als Endpunkt eines Schulentwicklungsprozesses in den SQA-Entwicklungsplan aufzunehmen.  Wie dieser Bericht als das Ergebnis einer externen Evaluation zeigt, vollkommen zu Recht.

Auf der Homepage der Schule, die die Schwerpunkte Sport, Kreativität und Sprachen ausweist und im kommenden Jahr neu gestaltet werden soll, liest sich der Bericht über die erfolgreiche eLSA-Zertifizierung so:

„Wir dürfen uns stolz "zertifizierte eLSA-Schule" bezeichnen. eLSA steht für eLearning im Schulalltag und verfolgt das Ziel Fertigkeiten und Know-How im Bereich eLearning und computerunterstütztem Lernen zu vermitteln. Individualisierung, Differenzierung und Methodenvielfalt stehen dabei im Vordergrund. Peter Micheuz (eLSA-Bundeslandkoordination Kärnten) und Herbert Rainsperger (IT-Betreuer des Kärntner Schulnetzes) nahmen die Zertifizierung ab. SchülerInnen zeigten ausgewählte eLearning-Aktivitäten des Schulalltags und stellten somit ihren professionellen Umgang mit den Neuen Medien unter Beweis. Vielen Dank an alle SchülerInnen, die sich so perfekt vorbereitet und präsentiert haben. Danke auch an alle KollgeInnen, die bei der Organisation eine unterstützende Rolle gespielt haben. Die offizielle Zertifikatsüberreichung wird im öffentlichen Rahmen im November 2014 stattfinden.“

Der Tag der Zertifizierung begann in der Direktion mit einer Präsentation, in der Koll. Gaberle - neben der engagierten Schulleiterin Linder eine treibende Kraft hinter eLSA an der NMS Radenthein - die Entwicklung und den IST-Stand der Schule im Beisein von Koll. Rainsperger, dem KidZ-Koordinator für Kärntens NMS, vorstellte.

Im Vorfeld der Zertifizierung wurde der Digicheck von fast allen KollegInnen ausgefüllt und zeichnet ein durchaus erfreuliches und erwartbares Bild über den Digitalstatus des gesamten Lehrkörpers. Es wurde berichtet, dass es nicht so einfach war, fast alle KollegInnen dazu zu bringen, diesen „Beobachtungsbogen“ auszufüllen. Die Bezirksschulinspektorin, die auch anwesend war, hat berichtet, dass die Akzeptanz des Digichecks in anderen Schulen zu wünschen übrig lässt. Dass es in Radenthein geklappt hat, spricht für die Schule und ihre Evaluationskultur. 

Der äußere Eindruck des Altbaus der Schule (es gibt auch einen Zubau) würde nicht vermuten lassen,  soviel Informationstechnologie vorzufinden. In gesamten Schulgebäude finden sich unter anderem  interaktive Whiteboards,  Beamer und Computer in den NMS-Klassen, zwei Computerräume (einer davon ein „Linux“-Raum), WLAN in den NMS-Klassen, 20 Android-Tablets, Rechner in Verwaltung und Konferenzzimmern und, das können die wenigsten Schulen vorweisen, im Turnsaal einen Laptop mit fix installiertem Beamer und Lautsprechern.

Die Vorführungen der SchülerInnen in den beiden Computersälen zeigten ein äußerst abwechslungsreiches und vielfältiges Bild ihrer eLearning-Aktivitäten. Die Bandbreite reichte von der Nutzung vieler Übungsmaterialen bei diversen Anbietern (z.B. ÖBV-Testen und Fördern) und der Moodle-Plattform, dem Austausch von Materialien über Dropbox, der Einbindung der LearningApps in vielen Fächern (inkl. aktiver Erstellung). Die SchülerInnen zeigten sehr gute Kenntnisse in gängiger Standardsoftware, allerdings nicht mit kostenpflichtiger Office-Software eines bekannten Anbieters, sondern mit Open Office und dem Arbeiten mit GoogleDocs. Ein Schüler fiel dadurch positiv auf, dass er autodidaktisch VB und sogar C-Programme vorstellte. Ist nicht selbstverständlich, und steht auch nicht im Lehrplan einer NMS. Selbstverständlich aber bietet diese Schule durchgehenden IT/Informatikunterrichtkeit an, in dem auch auch DIGIKOMP-Beispiele Verwendung finden.

Die Schule macht heuer auch bei einem IMST-Projekt mit, das die Evaluation der kürzlich angekauften interaktiven Whiteboards zum Inhalt hat. Die Integration und der sinnvolle Einsatz dieser Investition scheinen wirklich gelungen zu sein. Besonders zu erwähnen ist auch die verstärkte Nutzung und Einbindung von Android-Tablets, die es den Schülern möglich macht, digitale Endgeräte im Klassenzimmer zu nutzen, ohne in den Computerraum gehen zu müssen.

Auch in dieser Schule ist das Erfolgsrezept, das sich wie ein roter Faden durch alle „e-kompetenten“ Schulen zieht, empirisch bestätigt. Dieses setzt eine Schulleitung aus, für die der Einsatz digitaler Medien nicht nur einen hohen Stellenwert hat, sondern die diese tägliche Herausforderung zusammen mit engagierten Kolleginnen annimmt, und Fortbildung (z.B. EPICT-Kurs) und Kooperation fördert. Und dafür sorgt, dass die IT-Infratsruktur, die conditio sine qua non funktioniert. Ihr Ausbau soll trotz schwieriger Rahmenbedingungen im kommenden Schuljahr weiter vorangetrieben werden.

Da die NMS Radenthein die Rahmenbedingungen und Ziele für das eLSA-Zertifikat hinreichend erfüllt hat, kam es folgerichtig zur Zertifikatsüberreichung, übrigens im Beisein der zuständigen Bezirksschulinspektorin und des Bürgermeisters von Radenthein. Der mit Ende dieses Schuljahres in Pension gehenden Schulleiterin Linder war es ein besonderes Anliegen,  zusammen mit ihrem Kollegium die Früchte ihrer Arbeit noch rechtzeitig zu ernten.