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02.09.2013 16:48 Alter: 4 yrs

eEducation Sommertagung 2013 - Nachlese


Von 26. bis 28. August 2013 war die Alpen-Adria-Universität Veranstaltungsort für die eEducation Sommertagung 2013, an der über zweihundert (inter)nationale Gäste teilnahmen.

Die Veranstaltung fand unter der Schirmherrschaft des Bundesministerium für Unterricht und Kunst statt und wurde vom eLSA-Bundesteam vorbereitet.  

Rund um das Jahresmotto des eLSA-Netzwerks „Kein Kind ohne digitale Kompetenzen“ wurde das Thema "Neue Medien und Digitale Technologien" im gesamten Schulwesen - von der Volksschule bis zur Sekundarstufe II - umfassend beleuchtet und diskutiert.

Expertinnen und Experten aus vielen Schulen, Pädagogischen Hochschulen und Universitäten sowie aus Netzwerken und Organisationen, die sich mit eLearning in der Schule befassen, sowie eingeladene renommierte Gastreferenten aus dem Ausland nahmen an der Konferenz teil.

Das Tagungsformat wurde bewusst abwechslungsreich gestaltet: Acht interessante Keynotes wurden durch ein breites Open-Space-Angebot mit Workshops und Diskussionsrunden ergänzt, in denen ein reger Austausch über aktuelle Fragen und Zukunftsperspektiven digitaler, internetbasierter Lernformen stattfand. Zusätzlich gab es ein unkonventionelles Rahmenprogramm mit einer Wörthersee-Schifffahrt und einem Confernce Dinner in Minimundus.

Organisator Peter Micheuz (Mitarbeiter des eLSA-Veranstaltungsteams, eLSA Bundeslandkoordinator für Kärnten und Lehrer an der der Alpen-Adria-Universität) zur Stimmung bei der Tagung:

"Ein optimistischer, allerdings nicht von blinder Technikeuphorie und auch nicht von digitalem Alarmismus geprägter realistischer Geist war während der gesamten Konferenz zu spüren. Alle sind der Überzeugung, dass jede Schülerin und jeder Schüler im 21. Jahrhundert im Sinne eines Digital Citizenship gefördert und unterstützt werden muss, um mit digitalen Medien geläufig, (eigen)verantwortlich und nutzbringend umgehen zu können. "

Auffallend war für ihn die unterschiedliche Herkunft der Teilnehmenden aus verschiedenen Bereichen der fragmentierten Bildungslandschaft und die damit induzierte Breite und Tiefe der Beiträge. Dieses weite Spektrum von Medienpädagogik bis zu informatischer Grundbildung kommt auch im Tagungsband „Digitale Schule Österreich“ zum Ausdruck, der als Publikation der "Österreichischen Computer Gesellschaft" rechtzeitig zur Tagung erschienen ist und allen Teilnehmenden ausgehändigt wurde. "Die Dialektik und Synthese von Struktur und Spontanität, das Überwiegen des Miteinanders gegenüber dem Nebeneinander, die Verbindung von Mensch und Digitaltechnologie, von Wissenschaft und Schulpraxis sowie von Regionalität und Internationalität zeichneten diese Tagung besonders aus", so Micheuz weiter.

Das Programm zeigte auf, vor welch großen Herausforderungen, die der digitale Wandel der Bildungslandschaft mit sich bringt, nicht nur das österreichische Bildungswesen steht.

Einheitlicher Tenor war, dass die AkteurInnen derzeit erst am Beginn einer Entwicklung stehen, die durch die unaufhaltbare Dynamik der Digitalisierung in allen Lebensbereichen noch nicht abzusehen ist. "Dies betrifft insbesondere den Bildungsbereich, der ja bekanntlich nicht unbedingt zu den innovativsten gesellschaftlichen Bereichen hinzuzurechnen ist. Das österreichische Schulsystem und die Bildungspolitik müssen darauf zu reagieren, nicht zuletzt durch großangelegte Fortbildungsveranstaltungen wie diese", so Peter Micheuz.

An der Veranstaltung nahmen auch Landeshauptmann Peter Kaiser, Landesschulratspräsident Rudolf Altersberger und viele RepräsentantInnen des Landesschulrats teil. Dies sei nach Einschätzung der TagungsorganisatorInnen besonders wichtig, da das Zusammenspiel von Universität, Pädagogischer Hochschule, Landesschulrat und den eLearning Netzwerken auch für die künftige gemeinsame LehrerInnenausbildung NEU notwendig sein werde.

Landeshauptmann Dr. Peter Kaiser: "Das Commitment von dieser Tagung ist, dass wir auch seitens der Politik Rahmenbedingungen zu schaffen haben, das betrifft einerseits die Ausrüstung, Hardware , die entsprechenden Räumlichkeiten an den Schulen; andererseits aber vermehrt auch die Lehrerinnen- und Lehrerausbildung; denn entscheidend ist es, in welchem Verhältnis zueinander Lehrende, Unterrichtende und Schülerinnen unter Bezugnahme auf neue Technologien kommunizieren."

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Konrad Krainer, Direktor der School of Education an der Alpen-Adria-Universität.

Veranstalter war das eLearning-Netzwerk eLSA, ein expandierendes Netzwerk von über 150 österreichischen Schulen, das vom Bildungsministerium eingerichtet wurde. Vor Ort zeichnete das Institut für Informatikdidaktik für die Organisation verantwortlich.

Wie bereits in den letzten Jahren, wurde im Rahmen dieser Tagung auch heuer wieder eine große Anzahl von Schulen mit dem eLSA-Zertifikat auszeichnet. Für SchülerInnen der eLSA-Schulen (Volksschulen, Haupt- und Neue Mittelschulen sowie allgemeinbildende höhere Schulen) stellen digitale Medien im Unterricht bereits eine Selbstverständlichkeit dar.

Video:  http://www.kaernten.tv/videos/2870/view
Fotos: https://picasaweb.google.com/elsa.schule
Weitere Informationen: http://eeducation.aau.at/