KidZ  –  Klassenzimmer  der  Zukunft  (2013/14–2016/17)  ist  das  jüngste  Projekt  im Rahmen  von  eLSA. 

Angesichts  der  Tatsache,  dass  heute  viele  Schülerinnen  und Schüler  digitale  Endgeräte  besitzen,  ganz  selbstverständlich  damit  umgehen  und auch  Kompetenzen  entwickelt  haben,  soll  das  Projekt KidZ  die  „Normalität  des Klassenzimmers“ im Jahr  2020 vorwegnehmen  und  erforschen.  Das  heißt,  die selbstverständliche  und  bestmögliche  Integration  dieser  digitalen  Endgeräte in qualitätsvolle,  schulische  Lern-Lehrprozesse  (SQA), mit  den  damit  verbundenen Kommunikations-,  Rezeptions-  und  Interaktionsmöglichkeiten  wird  erprobt  und  zu einer  Alltagskultur  in  der  Schule  gemacht. 

Die  SchülerInnen  sollen  die  Möglichkeit haben,  den  Einsatz  neuer  Medien  in  allen  Gegenständen  zu  erleben  und  einen eigenverantwortlicheren  Zugang  zum  Lernen  zu  finden.  Anders  als  beim  eLSA-Ansatz  wird  im  KidZ-Projekt  im  ersten  Jahr  bewusst  nur  auf  eine  einzige  Klasse fokussiert,  in  der  das  Machbare  herausgefunden  werden  kann,  aber  mit  einem Ausbaukonzept. Das ‚Lernen von einander‘ bzw. ‚Von den anderen mit den anderen lernen‘ spielt beim KidZ-Projekt eine wichtige Rolle.

Am Beginn des eLSA-Prozesses war die Kooperation zwischen den eLSA-Schulen noch kein verpflichtendes Element, das wurde durch die Vernetzungstreffen und das eLSA-advanced-Konzept entwickelt bzw.  weiterentwickelt,  indem  das  Know-how  einer  Schule  in  einem  Bereich  an andere  Schulen  weitergegeben  wurde.  Im  KidZ-Projekt soll  den  Schulen  deutlich werden, dass sie immer Stärken haben, mit denen man innerhalb des Netzwerkes etwas  anfangen  kann  und  umgekehrt,  wenn  sie  in  anderen  Schulen  etwas interessiert, deren Erfahrungen nutzen können.

Dabei  geht es  um  eine  systematische Erprobung und Evaluation des Mehrwerts neuer Medien. Die Schulen werden durch Projekt-,  Bildungs-  und  Evaluationsmaßnahmen  unterstützt,  die  vom  BMBF,  den LSR/SSR und den Pädagogischen Hochschulen finanziert werden.

Hinzu kommt die Bereitschaft,  voneinander  zu  lernen.  Die  Schulen  erproben  technologieunterstützte Lernszenarien  und  neue  Unterrichtskonzepte  und  kommunizieren  diese  auch.  Sie sind  offen  für  Fortbildung  und  einen  Austausch  mit  anderen  Schulen  und Bundesländern, offen für PH-Forschung und Öffentlichkeitsarbeit. Beteiligte Schulen und Lehrer haben somit die Chance, bereits erworbene Kompetenzen systematisch auszubauen, mit Kollegen zu teilen und neue Kompetenzen zu erwerben.


Zielsetzungen von KidZ

- Gesicherte Vermittlung digitaler Grundkompetenzen bei 10-14-jährigen (digikomp8-Projekt).

- Nutzung von OER-Open Educational Resources.

- Lehrende “begreifen/verstehen” die digitalen, sozialen und mobil zu nutzenden Lernszenarien von 21. Jahrhundert-Lernern und machen diesen attraktive “Lern-Angebote”.

- Niedrigschwellige Vernetzungsangebote zwischen den Schulen (im regionalen Cluster und clusterübergreifend).

- Innovative digitale Lernszenarien werden entwickelt, erprobt und ausgetauscht; Forschungsaktivitäten der PHs werden unterstützt
Lehrende arbeiten ständig an der professionellen Weiterentwicklung ihres Berufsbildes durch Nutzung von Vernetzungsmöglichkeiten, gegenseitige Unterrichtsbesuche und Training “on demand”.

Teilnahmevoraussetzungen
 
Teilnahmevoraussetzung ist die Einrichtung und IT-Ausstattung zumindest einer Klasse, in der die Schüler die Möglichkeit haben, den Einsatz der neuen Medien in allen Gegenständen zu erleben und einen eigenverantwortlicheren Zugang zum Lernen zu finden: Kein sporadisches "Durchschleusen" möglichst vieler Schüler durch einen Raum, sondern die systematische Erprobung und Evaluation des Mehrwerts neuer Medien in einer Klasse.
 
Unterstützt werden alle teilnehmenden Schulen durch vom BMBF, LSR/SSR und Pädagogischen Hochschulen finanzierte, gemeinsame Projekt-, Bildungs- und Evaluationsmaßnahmen.