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Neue Mittelschule: eLearning – vernetztes Lernen mithilfe des Internets

Mit dem Schuljahr 2008/2009 starten in ganz Österreich die Modellversuche Neue Mittelschule an insgesamt 65 Standorten mit mehr als 1500 Schülerinnen und Schülern.

eLearning stellt ein zentrales pädagogisches Konzept der Neuen Mittelschule dar.

In den letzten Jahren wurden zwei zentrale eLearning-Projekte gestartet: "eLSA" und "Edumoodle". Die Erkenntnisse aus diesen eLearning-Projekten werden in die Unterrichtsarbeit der Neuen Mittelschule einfließen.

Das Projekt "eLSA" verbindet unterschiedliche Schultypen miteinander mit der Zielsetzung, Schülerinnen und Schüler in allen Fächern Erfahrungen mit eLearning machen zu lassen und dafür zu sorgen, dass eLearning einen wesentlichen Bestandteil der Schulentwicklung darstellt.

Das Projekt "Edumoodle" bietet allen österreichischen Schulen und Bildungsinstitutionen die Möglichkeit, kostenlos die Lernplattform "Moodle" einzusetzen.

Mehr Informationen:

http://www.bmukk.gv.at/nms
http://www.bmukk.gv.at/schulen/bw/nms/broschuere.xml

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Qualität in der schulischen Tagesbetreuung

Mit der „Aktion: Qualität in der schulischen Tagesbetreuung“ will das Bildungsministerium ab Herbst 2007 eine einjährige Qualitätsoffensive in diesem schulischen Bereich starten. Der kontinuierlich erweiterte, quantitative Ausbau der Betreuungsplätze bedarf einerseits einer Qualitätssicherung, andererseits einer Qualitätsförderung. Diese beiden Aspekte sollen mit dieser bundesweiten Aktion, an der alle Schulen, die eine schulische Tagesbetreuung anbieten, teilnehmen können, im kommenden Schuljahr stärker betont werden.

Aus der im Sept. 2007 erschienenen Broschüre des bm:ukk "Empfehlungen für gelungene schulische Tagesbetreuung:

http://www.elsa.schule.at/tagesheim/tagesbetreuung_mit_eL-Komponenten.pdf

Möglichkeiten und Praxis des Computer- und Interneteinsatzes
 

In der Tagesbetreuungspraxis bewähren sich:

• (Spielerische) Links zum Üben,
• Internetrecherche für Referate und/oder Hausübungen,
• Schreiben/Zeichnen der Hausübungen am PC
• Führen eines Lerntagebuches/Hausübungstagebuches
• Schüler/innen helfen Schüler/innen
• Einsatz von mobilen PCs bzw. Nutzung von PC-Inseln
Der Nachmittag an Schulen – verschiedene Interessen wollen beachtet werden

Die Zeit am Nachmittag in der Schule sinnvoll zu nutzen, das sind die Wünsche und Anforderungen der Eltern. Die Hausaufgaben zwar erledigen, dann aber noch Spielen können, so oft die Wünsche der Kinder. In entspannter Atmosphäre mit den Kindern arbeiten können, das schätzen die Betreuungspersonen an der Tagesbetreuung. Unterschiedliche Anforderungen müssen also unter einen Hut gebracht werden. Wie dies an Schulen, insbesondere in eLSA Schulen (eLearning im Schulalltag, derzeit an 70 Standorten an AHS und HS erprobt) umgesetzt wird, zeigen die folgenden Beispiele.

Hausübungen machen

Wird im Unterricht eine Lernplattform (ca. 1.000 Schulen setzen die Lernplattform moodle ein) eingesetzt, so werden dann meist auch die Hausübungen über diese Lernplattformen erledigt. eLearning wird damit relativ problemlos in die Tagesbetreuung integriert, es kommt zu einer engen Verbindung zwischen dem Vormittagsunterricht und der Zeit am Nachmittag. Für die Betreuungspersonen am Nachmittag ist damit auch gut nachvollziehbar, was wie wann gemacht werden sollte, und die „Übergabe“ der Lernergebnisse ist für alle Beteiligten transparent nachvollziehbar!

Bei Neueinsteigern werden zunächst die Hausübungen noch mit Übungen vertieft; mit zunehmender Routine können Schülerinnen und Schüler in speziellen Sequenzen ermutigt werden, selbsttätig im Internet zu recherchieren und diese Ergebnisse dann zusammenzustellen.

Mehrjährige Untersuchungen in Tirol zeigen auf, dass Computer beispielsweise im Hauptschulbereich mit großem Erfolg am Nachmittag eingesetzt werden und dabei auch die Individualisierung und Differenzierung der Schülerinnen und Schüler unterstützt wird. Ein entsprechendes Erfahrungspotential bei den Lehrenden ist dabei Voraussetzung!

Übungsmaterialien

Die Möglichkeit, online zu üben, wird in der Tagesbetreuung sehr oft und vielfältig eingesetzt. Je mehr Übungsmaterial an der Schule zur Verfügung steht, desto besser. Doch nicht nur Unterrichtsrelevantes kommt hier zum Einsatz. Auch Lernspiele tragen zum Üben bei: So kann Tetris beispielsweise bei Legasthenie helfen.

Ausgewählte Linklisten und sbx-Ergänzungen zum jeweiligen Schulbuch sowie Informationen auf den Gegenstandsportalen helfen hier den Lehrkräften bei der Zusammenstellung und Auswahl.

Da die Schülerinnen und Schüler am Nachmittag (aufgrund der Betreuung) sehr selbstständig arbeiten, können sie in manchen Situationen durchaus auch individuell besonders unterstützt und gefördert werden. Auch bewährt sich das Tutor/innen-System, bei dem Schülerinnen und Schüler ihre Kolleginnen und Kollegen unterstützen und ihnen weiterhelfen.

Ein besonderes Beispiel:
Leseförderung in Tirol

In Tirol (und nicht nur hier) werden besondere Anstrengungen unternommen, die Lesekompetenz der Schülerinnen und Schüler zu verbessern. Ein Team von Lesekompetenzlehrerinnen und -lehrer (http://www.lesekompetenz.tsn.at) erarbeitete im Auftrag des Landesschulrates ein Diagnoseinstrument, um Problemkinder individuell fördern zu können.

Die dazugehörigen Materialien sind durchwegs online verfügbar – entweder zum Ausdrucken (http://www.lesekompetenz.tsn.at) oder als online Übungen (http://www.leseraupe.tsn.at) und können diese somit auch am Nachmittag in Abstimmung der Lehrkräfte verwendet werden!

FAQ’s zur Tagesbetreuung mit eLearning
? Wohin kann ich mich wenden, wenn ich für mein Kind diese Möglichkeit in Anspruch nehmen möchte?

Ist Ihre Schule eine eLSA Schule? So gibt es eine Person im Lehrkörper, die als Koordinatorin bzw. Koordinator für die Schule tätig ist. Kontaktieren Sie diese Person (Homepage der Schule) und überlegen Sie gemeinsam, welche Schritte sinnvoll wären.

Ist Ihre Schule keine eLSA Schule? So nehmen Sie Kontakt mit den Elternvertreterinnen und -vertretern auf und loten Sie aus, wer außer Ihnen Interesse an dieser Form der Tagesbetreuung hat. Gemeinsam können Sie auch die notwendigen Schritte veranlassen.

? Wie kann ich sicherstellen, dass mein Kind nicht zu viel am PC sitzt?

Lehrende tragen aus didaktischen Gründen dafür Sorge, dass die Kinder ein gesundes Maß an Abwechslung auch in der Nachmittagszeit erfahren. Betreuungspersonen am Nachmittag sorgen außerdem mit Hilfe von Linklisten und speziellen Angeboten – für Alternativen zu den herkömmlichen Spielen der Kinder am Computer. Da aber – auf Grund des Betreuungsverhältnisses – Ihr Kind zu einem gewissen Maß selbstbestimmt tätig sein wird, gelten ähnliche Anregungen, wie auch bei Ihrem Kind zu Hause:

• Zeigen Sie Interesse, was Ihr Kind in der Tagesbetreuung macht. Fragen Sie nach und lassen Sie sich die Übungen und Aufgaben zeigen. Bleiben Sie auch über einen längeren Zeitraum interessiert und schätzen Sie die Tätigkeiten Ihres Kindes.

• Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die Sinnhaftigkeit von Bewegung und alternativen Beschäftigungen.

• Machen Sie Regeln aus, was den Umgang mit Spielen und Tätigkeiten anbelangt.

? Wie kann ich diese Übungen auch für mein Kind zu Hause bekommen, das nicht in der Tagesbetreuung ist?
Sprechen Sie mit den Betreuungspersonen und bitten Sie um die entsprechenden Zugänge, sofern Ihr Kind diese nicht ohnehin aus der Schule mitgebracht hat (zB sbx-Ergänzungen zum Schulbuch). Auch hier gilt wieder: Zeigen Sie Interesse an diesen Tätigkeiten und seien Sie offen für Anregungen Ihres Kindes an Sie!